Freitag, 29. November 2013

USA Rundreise Teil 7 - Texas

Texas, das Land der Cowboys. Es ist tatsächlich eine eigene Welt innerhalb der USA. Kaum über die Grenze von New Mexico in Texas eingefahren sieht man schon die Texaner mit ihren Wrangler Jeans, Cowboyhüten und Cowboyboots. :-)

Da wir auf unserer Route das nördliche Texas erreicht haben fuhren wir in Amarillo ein, die größte Stadt im Norden von Texas. Es war Abend, wir hatten Hunger. Was bietet sich also an? Richtig, das Big Texan Steakhouse. Nach einer dreiviertel Stunde Wartezeit für einen Tisch haben wir es uns oben im Steakhouse gemütlich gemacht. :-)



Als Attraktion bietet das Steakhouse folgendes: 
Wer ein 2 kg Steak mit samt Beilagen (ein wenig Gemüse und eine Ofenkartoffel) innerhalb von 60 Minuten aufessen kann, der bekommt es gratis. Wenn nicht, kostet das Riesensteak 75 Dollar, wenn ich mich richtig erinnere. Zwei Helden sind angetreten um das Unmögliche zu schaffen, sie sind leider gescheitert. Auch ein dritter Riesensteak-Esser hat sich dann etwas später dazugesetzt und es ebenfalls nicht geschafft. Schade. :-)



Nachdem wir dort in der Nähe in einem Motel übernachtet haben fuhren wir morgens dann dorthin weiter, wo wir eigentlich hin wollten. Auf die Ranch in Clarendon, auf der wir alle vier auch schon vor 15 Jahren einmal waren. Zu Frank auf die Bar-H-Dude-Ranch. Wir wussten nicht, ob wir dort bleiben durften, schließlich war es bald Ende Oktober, wer fährt da noch auf eine Ranch zum Ausreiten?

Richtig, die vier Österreicher...und wir waren dort die einzigen Touristen. :-D
Frank hatte keineswegs vor uns wieder wegfahren zu lassen, im Gegenteil. Er gab uns sofort zwei Doppelzimmer in den Hütten und wir durften am Nachmittag auch gleich ausreiten. :-)





Zweieinhalb Stunden dauerte der Ausritt. Für einen Anfänger wie mich eine lange Zeit, aber sehr abwechslungsreich, mal langsam, mal schnell, dann wieder talwärts und schnell wieder bergauf. Es war alles dabei. Ich fühlte mich schnell wie ein Profi. :-) Aber als ich vom Pferd wieder abstieg, hatte ich ganz schöne Schmerzen in den Beinen. Was soll´s...wie oft mache ich das schon. Auch am nächsten Tag konnte ich einem Ausritt nicht widerstehen :-)

Hier noch ein paar Bilder von der Bar-H-Dude-Ranch. Es handelt sich bei dieser Ranch keineswegs um eine reine Touristen-Ranch, hier wird wirklich gearbeitet. 







Zum Abschluss noch ein Foto davon, wie unser Abendessen zubereitet wurde. Da mir das Steak am ersten Abend ein wenig groß schien, habe ich Frank gebeten, mir am nächsten Abend ein kleineres zu grillen. Aber wie Frank richtig sagt: "There´s only one size in Texas." Was soll man dagegen sagen...nichts. :-)




Und hier noch zwei Bilder von Clarendon, der Kleinstadt in der Nähe der Ranch. Auch das haben wir nur hier in Texas gesehen, wie die Kühe von den Cowboys über die Landstraße getrieben werden. :-D



Montag, 25. November 2013

Wie alt muss man werden um auf der Straße zu landen?


Immer wieder beobachte ich in der Stadt in der ich lebe, wie viele Obdachlose hier leben. Oft fällt mir auf, dass es viele alte Menschen ohne Zuhause gibt. Das macht mich wirklich traurig, es berührt mich einfach. Ich wollte schon seit längerer Zeit darüber schreiben, aber heute konnte ich eine ältere Dame beobachten, die an der Busstation war, bei der auch ich auf meinen Bus warte.

Ich war gerade am Heimweg, als ich zur Busstation ging und diese ältere Dame mit Strickweste und langem Rock dort stand. sie hatte 3 große Plastiksackerl (Tüten), die voll mit irgendwelchem Kram waren. Sie versuchte, diese so hinzustellen, damit sie nicht umfielen. Das schien nicht so einfach zu sein. Dann hat sie sich hingesetzt und ein paar Minuten auf den Bus gewartet. Es war offensichtlich, dass sie obdachlos war, ihr Alter möchte ich hier mal auf 65 Jahre schätzen. 

Sie stieg dann auch in den Bus ein und fuhr zwei Stationen bis sie wieder ausstieg und in der Dunkelheit verschwand. Sie tat mir leid, also machte ich mir meine Gedanken, so wie ich es immer mache...

Die erste Frage die ich mir stellte war, wie alt muss man eigentlich werden um im späteren Leben auf der Straße zu landen? Was muss man alles erlebt haben und wie hat das Leben dieser Dame ausgesehen? Ich bin davon überzeugt, dass es kein Mensch verdient hat obdachlos zu werden wenn er alt ist. Man wurde einmal als Kind von Eltern großgezogen, hat als Kind und Jugendlicher so viel erlebt. Als Erwachsener Mensch sorgte sie vielleicht einmal selbst für ihre Kinder und ihren Mann, vielleicht war sie auch alleine geblieben. Ich weiß es nicht. 

Vielleicht hat sie keine Zeit sich daran zu erinnern, weil sie voll und ganz damit beschäftigt ist, irgendwie zu überleben und über die Runden zu kommen. Das wäre echt traurig. Wie behandeln sie die Menschen, der sie jeden Tag auf der Straße begegnet? Reden sie mit ihr? Fragen sie sie wie es ihr geht? 

Die Dame hat eine Geschichte die niemand kennt. Außer ihr selbst. Sie ist die einzige, die diese erzählen kann. Ich würde sie gerne hören um erkennen zu können was geschehen ist. Ob ich es dann verstehen werde weiß ich nicht, aber versuchen könnte man es doch. 

Vor einigen Tagen las ich auf einem kleinen Plakat folgenden Satz: "Wien hat die höchste Lebensqualität der Welt". Wien ist also die Nummer 1 in Sachen Lebensqualität. Darunter steht noch klein geschrieben, dass es sich um eine Studie aus dem Jahr 2012 handelt. Interessant wäre doch zu erfahren, wie diese Studie gemacht wurde, unter welchen Voraussetzungen und welche Wienerinnen und Wiener für diese herangezogen wurden.

Es leben in dieser Stadt viele Menschen, die sich wenig leisten können. Obdachlose Menschen gibt es auch genug. Jeder, der durch die Stadt spazieren geht kann das ohne Probleme erkennen. Diese Menschen können mit Sicherheit nicht behaupten, eine hohe Lebensqualität zu haben. Sie versuchen von Tag zu Tag, Woche zu Woche und Monat zu Monat über die Runden zu kommen.

Es ist schon sarkastisch, von der besten Lebensqualität der Welt zu sprechen. Denn es gibt keine Durchschnittsmenschen, auch keine Durchschnittswohnungen oder Durchschnittsgehälter. Das sind Zahlen, die in der Wirklichkeit nicht existieren, sie sind Illusionen. Diese werden aber für Studien und Statistiken herangezogen und dann bekommt man solche Ergebnisse. Ein Jammer. 

Es gibt noch viel zu tun um noch mehr Menschen eine gute Lebensqualität in dieser Stadt bieten zu können. Die Politiker schaffen es offensichtlich nicht. Damit sind nicht nur die Regierungspolitiker gemeint, auch alle anderen würden sich nicht besser darum kümmern können. Jeder hält sich für sozial, handelt aber nicht danach. 

Tatsache ist, das Geld, das man für diese angeberische Kleinplakatwerbung ausgegeben hat, hätte man viel besser investieren können. Einige Obdachlose hätten sich über eine warme Mahlzeit gefreut. Und ich wäre auch dafür gewesen...

Samstag, 23. November 2013

USA Rundreise Teil 6 - Grand Canyon, Arizona

Da ich die Bundesstaaten Arizona und New Mexico in einem Post zusammengefasst habe, möchte ich nun extra den Grand Canyon vorstellen. Natürlich für die unter euch, die ihn noch nicht kennen. :-)

Dieser ist ebenfalls in Arizona. Nachdem wir Kingman und Seligman hinter uns hatten, fuhren wir wieder hinauf zum Grand Canyon. Und von dort wieder hinunter nach Flagstaff. Dort ging es dann wieder entlang der Route 66 weiter nach New Mexico. 

Wir waren an der südöstlichen Seite des Grand Canyon am Mather Point. Wer ihn noch nicht gesehen hat und die Möglichkeit hat den Grand Canyon zu besuchen, ich kann es nur empfehlen. Dieses Naturwunder sollte man einmal gesehen haben. Schade nur, dass er voller Touristen war. Aber ohne die geht´s eben auch nicht. :-)




Es war schon ein schönes Wetterchen, nicht zu warm aber auch nicht wirklich kalt. Man sah an den Touristen, dass sie sich zwischen kurzem T-Shirt und warmer Jacke entscheiden konnten...kurzer oder langer Hose.




Vom Visitor Center waren es nur ein paar Minuten bis zum schönen Ausblick auf den Canyon...einfach gewaltig...



Gegen dieses Naturschauspiel wirkt der Mensch wie eine Ameise. Für Menschen mit Höhenangst (oder Tiefenangst) gibt es auch schöne Ausblickmöglichkeiten. :-)







Wir hatten übrigens Glück, dass wir gerade an diesen Tagen, als wir dort waren, den Grand Canyon besucht hatten. Denn ein paar Tage vorher war der Canyon noch gesperrt, und das für ganze 16 Tage lang. Umso schöner, dass wir das erleben durften. :-)

Donnerstag, 21. November 2013

USA Rundreise Teil 5 - Route 66 Arizona & New Mexico

Nun haben wir also die Stadt der Lichter, Las Vegas, verlassen und uns auf den Weg nach Arizona gemacht. The Show must go on...

Nächster Bundesstaat ist Arizona, wir begaben uns auf die Route 66, teilweise auch auf die alte Strecke. Hier gibt es einige interessante Orte, man kann einfach nicht übersehen, dass man sich auf der berühmten Route 66 befindet. Alles erinnert daran...

Es dauerte nicht lange und wir landeten bei dem hübschen Städtchen Kingman, klein aber fein. Dieser Ort hat noch etwas historisches...





...unterwegs auf der Route 66 in Richtung Seligman ging schon bald die Sonne unter. Die Landschaft war natürlich Arizona entsprechend karg...

Angekommen im schönen Ort Seligman, auch unverkennbar an der Route 66 :-)
Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Einfach toll für jeden Fotografen und Touristen. 






Hmmmm...also von Los Angeles waren wir noch nicht so weit weg. Aber die anderen Destinationen würden sich wohl in den nächsten beiden Wochen nicht mehr ausgehen. :-)





Bei Westend Lilo´s waren wir noch in einem deutschen Restaurant essen. Deutsch hat man dort zwar nicht gesprochen, aber die Einrichtung verriet es, die Besitzerin kam ebenfalls aus Deutschland und Bratwurst gab es dort auch zu Essen. :-)

Natürlich wurde auf die Halloween-Dekoration nicht verzichtet. Die meisten Restaurants hatten die. Einfallsreich sind sie schon...







Von Arizona geht es weiter nach New Mexico. Santa Rosa ist ein schöner Ort. Auch eine Kleinstadt, aber mit Flair. Und leckeres Frühstück gab es dort auch. Dieses Kaffeehäferl musste ich mir dort im Restaurant gleich kaufen. Wer in Österreich hat schon ein Häferl aus Santa Rosa, New Mexico? Ich... :-D





Wir befinden uns immer noch unverkennbar an der Route 66, diese Oldtimer habe ich in dem kleinen Ort San Jon fotografiert. Wer einmal in den USA die berühmte 66er fahren will, wird viele dieser alten rostigen Oldtimer an der Strecke sehen. :-)








Zum Abschluss dieses Posts gibt es noch meine Lieblingsspeise bei "Applebees", und zwar das Honey-and-Pepper-Chicken-and-Shrimp :-) Leckeeeerrrr... :-P