Montag, 28. Juli 2014

Impressionen aus Wien

Bei meinen vielen Spaziergängen durch Wien habe ich immer wieder die Kamera mit dabei und wenn mir etwas gefällt wird auch genkipst. Diesmal habe ich ein paar nicht zusammenhängende Impressionen der Stadt, in der ich lebe, für euch zusammengestellt.

Am Donaukanal ist der Wiener Ringturm, eines der ältesten Hochhäuser in Wien. Jedes Jahr darf ein Künstler den Ringturm mit einem Kunstwerk überziehen um ihn ein wenig bunter zu machen. Immer wieder schön zu sehen finde ich.


Mit dem Schiff eine Donaukanalfahrt machen...ich habe es schon gemacht und es ist vielleicht nicht so aufregend wie eine fahrt auf der großen Donau. Aber es winken einem immer wieder Leute zu, lachen, hüpfen und freuen sich. Das hat die Fahrt noch am schönsten gemacht. :-)


Nicht nur am Donaukanal zu finden, sondern bereits an vielen Stellen in Wien. Kleine Biogärten, die man als Hobbygärtner anlegen darf, die Stadt Wien stellt kleine Plätze zur Verfügung. Mitten in der Stadt finden man also solch kleine Gärten wie diesen hier, direkt am Donaukanal...sieht witzig aus finde ich. :-)




Ich liebe Spaziergänge am Wasser. Hier habe ich eine Freundin in ihrer Mittagspause besucht und wir haben es uns am Donaukanal an diesen Bänken gemütlich gemacht und etwas gegessen. Besser als jede Kantine :-)


Den rosa Hasen habe ich am Dach des Albertina-Museums gefunden. In dieser Farbe natürlich sehr auffällig. Ich war einer der Fotografen mitten in einer Gruppe von etwa 50 Touristen, die den Hasen fotografiert haben. :-)


Die nächsten beiden Bilder gehören zum Gastgarten des Cafe Latte im 7. Bezirk. Ein wunderschönes Cafe und ein Restaurant mit toller Küche und leckeren Cocktails. Hin und wieder sind wir dort beim Brunch zu finden. Ich liebe die Gemütlichkeit dort einfach :-)



Diese beiden coolen Graffitis habe ich in einem kleinen unauffälligen Park gefunden, wo man normalerweise kein Street-Art finden kann. Gut gemacht muss ich sagen. :-)



Beim Walken durch die Lobau (ein Wiener Naturschutzgebiet) habe ich dieses schöne Foto gemacht, es war noch früh am Morgen. Kein Mensch unterwegs, die Ruhe war himmlisch...


Donnerstag, 24. Juli 2014

Erzähl mir eine Geschichte


Eine Geschichte ist eine Geschichte, immer. Ob sie ein Mensch erzählt, der über jahrzehntelange Lebenserfahrung verfügt oder ein Kind, das einfach gerne darüber erzählt, was es heute erlebt hat. In jedem Fall ist die Geschichte hörenswert denke ich, denn viel lieber als ich Geschichten erzähle, höre ich sie mir an. 

Vielleicht ist eine Geschichte aber auch mehr. Sie ist mehr als die Erzählung selbst, sie ist Gefühl und Leidenschaft, Freude und Ärger, Phantasie und Realität, sie ist Lachen und Weinen, Humor und Ernsthaftigkeit. Wie auch immer die Geschichte erzählt wird und welche Gefühle sie beinhaltet, sie bleibt sehr oft in unseren Köpfen und Herzen hängen. Man erinnert sich und erzählt sie weiter, mit den gleichen Gefühlen wie bei der ersten Erzählung und wer weiß, vielleicht kommen noch welche dazu. 

Man erinnert sich vielleicht an ein Lied, das irgendwie dazu gehört oder dazu passt. Dann vielleicht noch an die Umgebung, wo man war, ob es Tag oder Nacht war, welche Menschen noch dabei waren, ob man alleine war, war man glücklich oder unglücklich, wer gerade gelacht hat, ob es kalt oder warm war, welche Kleidung man gerade trug oder welche Gerüche man gerade zu dem Zeitpunkt wahrgenommen hat. Und vieles mehr...

Geht es euch auch so? Natürlich gibt es Geschichten, die niemand braucht und niemand hören will. Aber wer erinnert sich schon ganz genau daran. Mit der Zeit verdrängt man das, was man nicht will. Es geht um die Geschichten, die uns und unser Leben prägen. Zumindest ist es bei mir so. Viele Erinnerungen und viele Geschichten haben mein Leben mitgestaltet, wofür ich jedem Menschen, der sie mir geschenkt hat, unendlich dankbar bin. Und ich freue mich auf mehr, denn das Leben ist noch lang und die Zukunft voller interessanter Geschichten und Erlebnisse. Ich freue mich jetzt schon, diese weiter geben zu können.

Eine Geschichte ist eine Geschichte...und doch ist sie mehr als nur eine Geschichte... :-)

Montag, 21. Juli 2014

Blick vom Blumenrad

Ein schöner Nachmittags- und Abendspaziergang führte uns diese Woche mal wieder in den Wiener Prater. Der Plan war eigentlich kein Plan, wir wollten nur einen Spaziergang machen, egal wohin. Der Donaukanal war nicht weit, und vom Donaukanal war auch der Prater nicht weit. Fahren wir wieder mal ein paar Runden mit dem Blumenrad. Ok, machen wir. :-)

Und das ist das Blumenrad. Es gibt im Prater natürlich das berühmte Riesenrad mit einer Höhe von knapp über 60 Metern. Aber das Blumenrad ist hübsch, offen und günstiger. Außerdem mit einer Höhe von 45 Metern auch nicht so viel kleiner. :-)


Der Blick vom Blumenrad auf den Wiener Prater Richtung Süden, es war bereits Abend und die Sonne verschwand langsam hinter den Bergen.


Blick auf das berühmte Riesenrad, links davon der Stephansdom. 


Blick Richtung Norden und Sonnenuntergang, auf die Wiener Berge (Leopoldsberg und Kahlenberg) und den Millenium Tower


Hier ist gut zu sehen, dass in einer dieser Blüten vom Blumenrad etwa 4 Menschen Platz haben. Das Allerschönste daran ist, man ist nicht gesichert. Finde ich genial, vor allem in Zeiten wo man sich immer und überall anschnallen muss. Hier aber nicht. Die Türen gehen jederzeit leicht auf und in jeder Höhe, also aufpassen :-) In der Mitte hat man einen kleinen Teller, wo man die Blüte auch noch in alle Richtungen drehen kann, um einen wunderschönen Blick auf Wien zu bekommen. :-)


Blick auf die Donau-City rechts und den Donauturm links davon...Richtung Norden.



Sonnenuntergänge sind in Wien aus sehr vielen Blickwinkeln einfach nur wunderschön :-)


Ich mochte diese Perspektive auf das Blumenrad, es war einfach ein Abend zum Genießen...



Zum Abschluß nochmal ein Blick auf das berühmte Riesenrad. Auch hier hat man einen schönen Blick auf Wien, außerdem aus 60 m Höhe, also 15 m mehr...aber die Freiheit, die man auf dem Blumenrad hat, gibt es hier nicht...also ab aufs Blumenrad :-)


Es ist schon wieder 2 Jahre her, als ich bei Madame Tussauds war, ich sollte mal wieder einen Blick hinein werfen :-)


Donnerstag, 17. Juli 2014

Die Tür des Käfigs ist offen


Alle Sorgen nur auf Morgen! Sorgen sind für Morgen gut (Johann Wolfgang von Goethe). Ähnliche und viele andere Sprüche stehen auf einem Kalender. Beim Lesen motivierend, danach gleich wieder egal. Aber vielleicht hilft es ja, wenn ich es mir vor dem Schlafen gehen durchlese.

Die Sorgen auf Morgen zu verschieben bringt mir nur etwas, wenn ich diese Sorgen morgen auf übermorgen verschiebe, und übermorgen wieder auf den nächsten Tag und so weiter. Sorgen sind immer in irgendeiner Art mit Angst verbunden. Und ich kann weder Sorgen noch Angst brauchen. Es ist, als würde man in einem Käfig sitzen und die Tür ist offen. Ich kann jederzeit raus, aber in Gedanken kann ich das nicht. Oder man sitzt in einem Käfig, hat die Tür zugesperrt und den Schlüssel in der Hand. Man weiß, dass man raus kann, aber die Gedanken lassen einen nicht.

Angst ist ein gutes Kontrollwerkzeug, für jeden der etwas von uns möchte. Für Vorgesetzte, für Politiker, für Geistliche, aber auch für jeden anderen Menschen, der einen für seine eigenen Zwecke ausnützen möchte. Man wird immer wieder von der Angst begleitet, dass man den Job verlieren könnte. Also muss man folgen. Vielleicht hat man auch Angst, die Wohnung zu verlieren, wenn man diese nicht bezahlt. Oder die kleinen Ängste des Tages, die uns begleiten, wie zum Beispiel die Angst, bei einer roten Ampel nicht stehen zu bleiben, die Angst überfahren zu werden oder die Angst, einen Bus zu verpassen, zu spät in der Arbeit anzukommen. Da gibt es noch sehr viele andere kleine und große Ängste wie, einen Menschen verlieren zu können, Angst vor Neubeginn oder vor dem Scheitern im Leben. 

Man könnte die Liste endlos weiterführen, ich glaube, hier kann sich jeder von euch seine eigene Liste von großen und kleinen Ängsten machen. Viele fallen im Alltag gar nicht so auf, weil sie einfach alltäglich geworden sind und wir mit ihnen so leben, als würden sie ganz selbstverständlich zu uns gehören. Es ist in der heutigen Zeit schwer, ohne Angst zu leben. Man kann es aber versuchen. Eine gesunde Portion Angst davor, es könnte einem etwas geschehen ist sicher ganz gut. Man möchte ja nicht verletzt werden oder gar drauf gehen wenn man nicht achtet. Aber was ist mit vielen anderen Ängsten, die wir zwar haben, aber nichts geschieht wenn wir diese nicht haben? 

Was soll geschehen, wenn wir einen Bus verpassen? Nichts, es kommt ein anderer. Warum laufen dann trotzdem so viele Menschen dem Bus nach und ärgern sich maßlos, wenn sie ihn nicht erwischen? Was geschieht, wenn wir zu spät zur Arbeit kommen? Nichts, dann sind wir eben zu spät dran. Es wird nicht das erste und nicht das letzte Mal sein. Dafür, dass ich so oft pünktlich war, habe ich noch nie ein Lob oder einen Orden bekommen. Bei einer roten Ampel bleibe ich einfach immer stehen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, was wäre wenn ich es nicht mache. Wenn ich einen Job verliere, wird wieder ein anderer kommen. Neuer Arbeitsplatz, neues Glück. Veränderungen tun gut. 

Es lebt sich leichter, wenn man seine großen Ängste überwindet und mal versucht, sein Leben neu zu ordnen und ihm eine neue oder veränderte Richtung zu geben. Man wird ruhig und besonnen. Man hat auf einmal viel mehr Zeit. Unglaublich, wie viele schöne Dinge in einen ganzen Tag passen. Mit den kleinen und großen Ängsten im Hinterkopf waren die Tage sehr viel kürzer. Den Käfig habe ich schon längst abgelegt, lange genug habe ich ihn mit mir herum getragen. Auch wenn ich immer Herr des Schlüssels war oder die Türe offen stand, irgendwie habe ich mich immer wieder darin befunden. Manchmal bewusst, dann wieder unbewusst. 

Es liegt nicht immer an uns, rundherum versucht man den Menschen in der Gesellschaft so gut es geht unter Kontrolle zu halten. Am besten funktioniert das mit Angst und Geld. Das schafft Abhängigkeit. Wenn man einmal weiß, was man wirklich möchte und im Stande ist, sein Leben selbst zu gestalten, dann können andere Menschen auch keinen Einfluss mehr auf uns nehmen, jedenfalls keinen negativen. Wenn ich weiß, was ich will, dann kann mich auch niemand mehr zu etwas Anderem überreden. Also entziehe ich mich der Angst und der Kontrolle, indem ich mich mit mir selbst beschäftige und mein Leben selbst gestalte. Menschen, die einen mögen, gehen da immer mit...Menschen, die sich nur für sich selbst interessieren, werden sich mit der Zeit selbst entfernen...mal wieder was zum Nachdenken...wer möchte :-)


Montag, 14. Juli 2014

Hot Summer Nites Juni 2014

Schön gepflegt und poliert waren auch diesmal wieder die Oldtimer bei den Hot Summer Nites. In diesem Jahr ist es schon das zweite Treffen und diesmal wurde auch die Wetterfestigkeit der Autos ein wenig geprüft. Nach einem Regenschauer zu Beginn der Veranstaltung zeigte sich, welche der Autos wirklich wetterfest waren. Denn diese sind geblieben, einige wenige ergriffen die Flucht. :-)

Es sind im Grunde viele Autos dabei, die auch im letzten Monat schon dabei waren. Aber es gibt auch immer wieder ein paar neue zu sehen. Es gab Besuch aus den 30er und 40er Jahren, wie zum Beispiel der gelb-schwarze Praga oder der Buick mit den Holzspeichen. Der Praga ist sogar ein 1929er Baujahr. 

Es war wieder eine tolle Veranstaltung mit vielen netten Leuten und bekannten Gesichtern. Schließlich konnte man sich ja die Autos nicht nur von außen ansehen. Die Besitzer öffneten für die neugierigen Menschen auch gerne Tür und Motorhaube. :-)



















Donnerstag, 10. Juli 2014

Begegnungen


Wie ist eigentlich das Gefühl, wenn dich eine Dame anlächelt, die du an der Supermarktkassa vorgelassen hast, weil sie wenig eingekauft hat? Oder wenn dich Touristen anlächeln und sich bedanken, weil du ihnen nicht zwischen Kamera und Tourist gelaufen bist? Wie ist es denn, wenn dich ein kleines Kind einfach nur ansieht und du hast keine Ahnung was durch den kleinen Kopf geht? Ist es ein gutes Gefühl, wenn man sich mit Menschen unterhält, die einem nahe stehen und über ihre Sorgen oder Erlebnisse erzählen?

Ja, das ist es. Es ist ein wunderbares Gefühl zu wissen, dass man nicht alleine auf der Welt ist. Viele Menschen gibt es, die einem kleine Momente schenken, die das Leben so lebenswert machen und einen selbst zum Lächeln bringen. Bevor man sich schlafen legt, erinnert man sich daran. Was würden die Menschen machen, wenn sie nicht von Begegnungen mit anderen Menschen erzählen könnten? Das gibt es gar nicht, oder? Außerdem sind es ja nicht nur die anderen Menschen, die einem den Tag versüßen können. Menschen freuen sich auch über Begegnungen mit uns selbst.

Wir können nicht ohne Begegnungen und Gespräche mit anderen Menschen. Wie könnten wir uns sonst vergleichen und wissen wo wir stehen und wer wir sind. Das sage ich mir immer wieder. Wir freuen uns mit und über andere Menschen, wir ärgern uns aber auch immer wieder über sie. Oft ärgert man sich unnötig, denn wenn man ganz genau nachdenkt, kann es sein dass man sich besser über sich selbst ärgern sollte als über jemand anderen. Es ist immer leichter, über das Leben anderer Menschen zu sprechen als über sich selbst. Das lenkt ab und man muss bei sich selbst keinen Fehler suchen. Viele Menschen sind so, das ist nichts Neues.

Wenn wir aber ganz genau nachdenken, dann ist es schon so, dass sich Familie und Freunde auch immer wieder über uns freuen. Auch sie erinnern sich über Momente, die sie mit uns verbringen und denken an uns, wenn wir es nicht vermuten oder gar nicht darüber nachdenken. Für einige Menschen sind wir wichtiger, als wir es vermuten würden. Wer denkt schon ganz genau darüber nach? Ich selbst habe lange dafür gebraucht, es zu merken. Oft denkt man sich nichts dabei, wenn man jemanden besucht und der Mensch scheint sich darüber zu freuen. Ein Strahlen über das ganze Gesicht sollte eigentlich die Freude verraten, aber irgendwie denkt man einfach nicht daran, wie wichtig man in dem Moment für einen anderen Menschen ist.

Man sollte sich öfter vor Augen halten, wie viel Bedeutung wir für andere Menschen haben und nicht nur wie wichtig sie eigentlich für uns sind. Wenn man es genau nimmt, schaffen sie es uns so zu akzeptieren wie wir sind, wie auch immer sie das machen. Sie tun es einfach. Und das gleiche steht auch ihnen zu.

Begegnungen mit Menschen sind sehr wichtig, sie sind lebenswichtig. Sie bescheren uns Momente, an die wir uns noch lange erinnern werden. :-)

Montag, 7. Juli 2014

Neues Graffiti aus Wien

Es gibt wieder ein paar bunte Bilder von den Graffiti-Künstlern aus Wien. Nicht alles ist geschmiert und hässlich. Es gibt auch viele schöne bunte Graffitis in der Stadt, so gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Ich war wie schon so oft mit dem Fahrrad unterwegs und habe diese schönen Graffitis entlang der Neuen Donau und des Donaukanals fotografiert. Dort findet man auch am meisten und nicht an den Hauswänden. :-)