Samstag, 27. September 2014

Ein Wochenende in Ungarn

Wir haben Ende Juni eine liebe Freundin in Ungarn besucht, das war zwar schon Ende Juni, die Fotos dazu gibt es aber erst jetzt. Es war schön, einmal in ein Land zu reisen, wo ich bisher nur auf der Durchreise war. Ok, früher waren wir mit unseren Eltern hin und wieder in Györ einkaufen, aber das ist schon über 25 Jahre her. 

Zunächst haben wir die Stadt Tapolca besucht, ein hübsches kleines Städtchen, nicht allzu weit vom Balaton entfernt. Diesen leckeren Cafe Latte gab es mit Schokolöffel, der sich beim Umrühren darin aufgelöst hat. Ich kenne das nicht aus Österreich, die Idee fand ich toll...und lecker war es auch noch :-)


Das Cafe war an einem kleinen Teich nahe des Stadtzentrums hinter einer Einkaufsstraße. Bei Sonnenschein bestimmt gemütlicher, aber so hatten wir auch kuschelige Stimmung.



Das Jahreszeiten-Denkmal in Tapolca, jede dieser Damen steht für eine Jahreszeit, ist zwar nicht groß, ich finde aber, es ist wirklich schön gemacht. Künstlerisch ganz toll.


Ein kurzer Ausflug zum Balaton musste natürlich auch sein. Ganz schön groß der See, da fällt der Neusiedler See in Österreich nich so auf. Das Wetter war nicht optimal, es war auch nicht gerade warm an diesem Tag, daher fehlten auch die Leute. Und die Touristen sollten erst in den nächsten Wochen eintreffen...aber die Stille war wunderbar, ich habe es genossen.





Am letzten Tag gab es noch einen Ausflug nach Papa, etwa eine Stunde nördlich vom Balaton, mitten in Ungarn. Eine Kleinstadt mit vielen Kirchen, sehr hübsch und überhaupt keine Hektik. Es war schon gut, aus Wien auszubrechen und Neues kennen zu lernen. Das hübsche lila Fahrrad werde ich mir als Motiv zum Malen hernehmen. :-)




Zum Abschluß gibt es noch Bilder von einem ganz tollen Retro-Cafe in Papa. Das hat es mir ganz besonders angetan. An viele Dinge der 70er und 80er Jahre erinnere ich mich noch ganz gut. Retro hat für mich einen ganz besonderen Flair, es hat etwas sehr gemütliches und man fühlt sich eher daheim als mit dem ganzen neuen Elektrokram. 

Ich fand es wirklich bezaubernd und der Cafe Latte war auch lecker. Da möchte ich auf jeden Fall wieder hin, wenn´s geht sogar noch öfter. Leider haben wir nichts ähnliches in Wien. Retro ja, aber doch nicht so schön wie dieses Cafe in Papa.

Was sagt ihr dazu? Wenn ich ein Haus hätte, würde ich mir ein großes Zimmer genau so einrichten. :-)










Dienstag, 23. September 2014

Immer, Alles, Unbegrenzt


Immer wieder muss ich feststellen, wie klein und eng die Welt mancher Menschen ist. Und ich frage mich, warum man das nicht verstehen kann, dass es anderen Menschen nicht genau so geht, wie einem selbst. Unterschiede gibt es, das ist doch ganz normal. Die einen können sich viel leisten, andere Menschen fast gar nichts. 

Die Gesellschaft ist aber leider eine riesengroße Wegwerfgesellschaft, vor allem wirft man Geld weg. Man hat ja genug davon und es ist auch kein Problem, das allen Anderen zu zeigen. Man kann es sich leisten, immer wieder Essen zu gehen oder auf einen Cocktail, dann wieder auf einen großen Eisbecher. In einem großen Modekaufhaus einkaufen? Gar kein Problem. Neue Zähne um tausende von Euro, vielleicht ein Auto oder Reisen? Natürlich kann man es sich leisten, am besten erzählt man auch anderen Menschen davon, damit sie mitbekommen wie gut es einem geht. Nicht jeder Mensch gibt damit an, das ist klar. Aber man merkt, wenn es so ist. Angeber kann man immer von den anderen unterscheiden. 

Was ist mit den Menschen, die sich das alles nicht leisten können? Andere Leute kaufen ihre Klamotten in einem Billigladen, schauen darauf, dass die Lebensmittel möglichst billig sind, damit sie im Monat auch damit auskommen können. Gesund müssen sie nicht sein, überleben muss man damit können. Neue Zähne können nur die billigsten sein, wenn überhaupt. Von einem Auto reden wir gar nicht, die kann man sich im Vorbeifahren ansehen, eine Reise kann man sich auf einem Plakat vor dem Reisebüro oder im Internet ansehen, mehr ist nicht drin. 

Viele Menschen sind arbeitslos oder haben eine kleine Pension. Sie kommen gerade mal so über die Runden, aber mir kommt es oft so vor, als würde das niemand verstehen. Man fragt sich allgemein, wie man so ohne Geld leben kann. Die Arbeitslosen müssen eben arbeiten gehen wenn sie etwas haben wollen, aber woher nehmen sie die Arbeit? Woher ein PC für Bewerbungen, ein Hemd und eine elegante Hose vielleicht für ein Vorstellungsgespräch? Es gibt auch Unternehmen, die lieber noch weniger Lohn oder Gehalt bezahlen wollen, als das Arbeitsamt zahlt. Dann hat man ja logischerweise noch weniger. Auch nicht so toll würde ich sagen.

Auch wenn die Welt voller Möglichkeiten steckt, sind für viele Menschen diese Möglichkeiten sehr beschränkt. Es ist leichter gesagt als getan, etwas für sich selbst zu tun, wenn man schon öfter auf die Nase gefallen ist. Konversationen wie diese kenne ich auch:
Diesen Monat werde ich nicht auswärts essen gehen, ich muss mal ein wenig einsparen.
Warum nicht, was machst du denn mit dem ganzen Geld? Hast du denn in deinem Leben nichts gespart?
Nein, ich habe gelebt und nicht gespart. Ich habe mein Geld für das ausgegeben, war mir Spaß gemacht hat. 

Dann frage ich mich, welches ganze Geld eigentlich? Da ist nicht viel und die Rechnungen fressen eben viel davon auf. Das Leben ist teuer, man muss also auch mal zurückstecken. Und das ist genau das, wo man bei anderen Menschen auf Unverständnis stößt. Denn man hat immer alles unbegrenzt. Geld ist immer da, zu jeder Zeit und man kann es unbegrenzt ausgeben. Aber das ist nicht wahr. Manche Menschen haben große Ausgaben, andere wieder kleine. Manche Menschen sparen gerne für später, andere wieder leben gerne ihr Leben jetzt weil sie nicht wissen, ob sie morgen noch etwas davon haben werden.

Unternehmen zahlen nur so viel, damit man gerade mal davon leben kann und nächsten Monat wieder in die Arbeit kommen MUSS. Das Arbeitsamt zahlt nur so viel, damit man irgendwie damit ÜBERLEBEN kann und nicht auf die Idee kommt, sich auf den paar Euro auszuruhen. Eigentlich lächerlich. 

Vielleicht muss man einfach froh sein dass es einem nicht so geht wie Menschen, die wirklich jeden Euro umdrehen müssen. Menschen, die sich überlegen, ob sie sich Toastbrot und Schinken oder ihr Medikament kaufen sollen, das sie dringend brauchen. Alles eine Frage des Geldes. Man muss ja nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die nicht so leben können wie viele von uns. Wir sollten aber wissen, dass es sie gibt. Für sie ändert sich nichts, wenn wir ihre Situation verstehen, auch wenn wir es nicht verstehen. Es ist nicht notwendig, den Menschen vorzuwerfen, das sie selbst daran schuld wären, wenn sie nichts haben. Einfach hoffen, dass es einen nicht selbst trifft, genügt schon...

Donnerstag, 18. September 2014

Herbstausflug

Es ist zwar noch nicht Herbst, aber er rückt immer näher. Auch wenn man in den letzten beiden Monaten bereits das Gefühl hatte, dass man in der falschen Jahreszeit ist...

Es war ein wirklich schöner Ausflug in die Steiermark, genauer gesagt in die Südsteiermark und es geht auch noch genauer: Es war ein Ausflug in die berühmte Kürbiskernölgegend des Landes. Mit der alten Dampflok ging es los mit einigen Stationen für Snacks und Kostproben. Sturm und Wein haben natürlich nicht gefehlt und ein wenig von innen gewärmt. :-)



Mit dem Zug angekommen wurden wir mit dem Bus zu einer Kürbiskernölmühle gefahren. Es war schon recht interessant zuzusehen, wie es gemacht wird. Außerdem riecht das auch wirklich gut, wenn es so richtig frisch ist. Es gibt zwar Bilder, die von der Kernölpresse gemacht wurden. Da ich aber nicht weiß, ob diese öffentlich gemacht werden dürfen, lasse ich es lieber und zeige euch ein paar Eindrücke des Gartens und des großen Gastkellers, wo wir Kostproben bekamen.







Die nächste Station war ebenfalls eine für Kostproben, hier haben wir zum Beispiel ein paar Muffins mit Rosenblättern. Hätte nicht gedacht, dass die so gut dazu passen, sehen ja auch gut aus finde ich...



Letzte Station des Tages war ein Besuch bei einem großen Heurigen, natürlich mit Wein und Sturm und leckerer Brettljause. Ein genialer Abschluß finde ich, die Heimfahrt war lang genug. Es war schön, mal wieder aus der Stadt raus zu kommen. Im nächsten Jahr mache ich so etwas wieder. Hat gut getan. :-)


Ausblick vom Weinberg auf die Steiermark. Man sieht auch bis nach Slowenien rüber, so weit waren wir nämlich von der Grenze gar nicht entfernt...



Ein kleiner Einkauf musste auch dabei sein...ein paar Kürbiskerne zum Knabbern, eine große Dose Kürbiskernöl und leckeres Gelee für mein Frühstück :-P


Freitag, 12. September 2014

Das Leben ist zu kurz...Life is too short


Wie viel Leben packe ich in meinen Tag? Was will ich machen und was brauche ich überhaupt nicht? Ich frage mich nicht, wie ich meine Zeit am besten nützen kann. Zeit wird immer unwichtiger, je älter ich werde. Am Ende des Tages weiß ich, was ich an diesem Tag wirklich gern gemacht habe und was ich machen musste oder nicht wirklich wollte. Je schneller man drauf kommt, welche Talente und welche Leidenschaften man im Leben hat, desto besser. Nur nicht zu lange warten. Je länger ich warte, desto mehr Lebenszeit hatte ich, dir mir keine Freude bereitet hat. 

Also schaue ich auf das, was ich machen will und nicht auf das was ich nicht will. Zuerst kommt der Gedanke, dann die Verwirklichung. Macht immer das im Leben, was euch ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Das sind die Dinge, die wir nie vergessen werden :-)

Das Leben ist zu kurz...

...um sich mit Menschen abzugeben, die sich für einen nicht interessieren. Menschen, denen wir egal sind, ob im beruflichen oder privaten Bereich, haben eigentlich in meinem Kopf nichts verloren. Das Leben ist zu kurz um Lebenszeit für diese Menschen zu verschwenden. Da bin ich lieber alleine oder lerne neue Menschen kennen.

...um seine Träume aus Angst nicht zu verwirklichen. Wenn etwas nicht einfach ist, dann bedeutet es nicht, dass es unmöglich ist. Oft fehlt der Mut, seine hoch gesteckten Ziele anzugehen, aus Angst vor dem Scheitern. Das Scheitern ist aber nur ein Anlass für einen nächsten Anlauf. Es gibt uns die Möglichkeit, einen anderen Weg zu suchen und das Ziel noch einmal anzupeilen. 

...um Dinge zu tun, die einen unzufrieden machen. Unzufriedenheit macht depressiv und krank, vor allem wenn man beinahe immer unzufrieden ist. Momente der Zufriedenheit geben das Leben zurück und machen glücklich. Ist doch viel besser so, oder?

...um darauf zu warten, dass andere Menschen mein Leben verändern oder bereichern. Ich kann selbst viel für mein Leben machen, um Veränderungen, die ich möchte, auch herbeizuführen. Wenn es aber doch jemand schafft, meinem Leben noch mehr Bedeutung zu geben...Herzlich Willkommen.

...für "Du musst"-Sätze. Ich muss nichts, obwohl die Gesellschaft so aufgebaut ist, dass man immer etwas muss. Man muss arbeiten, man muss froh sein einen Job zu haben, irgendwo muss man wohnen, irgendetwas muss man immer bezahlen wenn man überleben möchte. Deshalb bemühe ich mich immer, die Zeit des Müssens in Grenzen zu halten, wo ich kann.

Freitag, 5. September 2014

Fremde Welten


Meine Welt ist für einen Menschen der mich nicht kennt, eine fremde Welt. Die Welt eines mir fremden Menschen ist für mich eine fremde Welt. Wir haben alle um uns herum eine kleine Welt geschaffen, mit Familie, Freunden, Kollegen und Bekannten. Sie gehören genauso dazu, wie unsere Gedanken, unsere Handlungen und unsere Emotionen. In allen von uns steckt eine ganze Welt. Der Mensch ist an Vielseitigkeit einfach grenzenlos. 

Ich frage mich immer wieder, wie viele Menschen mich und meine Welt wirklich kennen. Und wenn sie sie kennen, verstehen sie sie auch oder akzeptieren sie mich einfach nur so wie ich bin. Mit beiden Varianten bin ich einverstanden. Es ist gut, so akzeptiert zu werden wie man ist und sich nicht für jede Kleinigkeit belehren zu lassen. Schön, wenn man sich nicht anhören muss, was andere alles besser machen würden, besser können und besser wissen. Man sieht, akzeptiert zu werden ist gar nicht so einfach.

Es sind aber denke ich nur sehr wenige Menschen, die mich wirklich verstehen. Vor allem die Menschen, die sich die Mühe machen, mich zu verstehen. Es gibt ja auch Menschen, die immer verstanden werden möchten, es aber nicht für notwendig halten, jemand anderen außer sich selbst zu verstehen. Verständnis und Akzeptanz beruht immer auf Gegenseitigkeit. Niemand hat diese Eigenschaften patentiert und ein alleiniges Anrecht darauf.

Ich weiß vielleicht nicht genau, wie die Welt vieler Menschen aussieht. Aber sie muss so richtig verwirrend sein. Niemand kennt die ganze Geschichte eines Menschen, hat nicht alle Hochs und Tiefs mitgemacht und sich immer mitgefreut oder mitgelitten. Man mag viele Eigenschaften, Gefühle und Gedanken eines nahe stehenden Menschen kennen, aber bestimmt nicht alle. Jeder Mensch hat seine Geheimnisse, niemand teilt alle Gedanken mit anderen Menschen. Entweder möchte man sie nicht belasten oder einfach nur manches für sich selbst behalten, weil man es einfach für besser und leichter hält.

Was sich an der Oberfläche unserer eigenen Erdkugel zeigt, können die Menschen sehen. Es ist der Blick aus dem Weltall, den die anderen Menschen sehen können. Um uns besser kennen zu lernen, muss man auf die Erde hinabsteigen und sich alles ganz genau ansehen. Was sich allerdings unter der Meeresoberfläche befindet, sieht niemand. Manches möchten wir zeigen, anderes wieder lassen wir lieber dort, wo es niemand finden kann. 

Und mir selbst geht es genauso mit anderen Menschen. Viele Welten, die ich sehe, will ich diesen Menschen besser kennen, muss ich diese Welt betreten und mich interessieren. Ob ich diese Welt wirklich gut erkunden kann, hängt davon ab, was mir dieser andere Mensch von seiner Welt zeigen möchte.

Einiges wird aber immer fremd bleiben, so wie bei uns selbst immer ein Teil fremd bleiben wird...vielleicht erkunden wir lieber einmal unsere eigene Welt und versuchen diese zu verstehen...es kostet uns nur ein wenig Zeit...