Samstag, 28. Februar 2015

Kurztrip nach Györ - Ungarn

Letzten Sonntag machten wir einen Kurztrip nach Györ, um nach längerer Zeit wieder aus Wien heraus zu kommen. Eine Stunde Zugfahrt ist nicht lang, außerdem wollten wir uns mit einer lieben Freundin, die in Ungarn wohnt, dort treffen. 

Es war ein recht trüber Tag und an einem Sonntag sind in der Stadt sehr wenige Menschen unterwegs, dafür konnten wir aber Györ in aller Ruhe besichtigen. Es war schön, unsere Freundin nach einem halben Jahr mal wieder zu sehen und wir haben die paar Stunden mit ihr genossen. Sie hat uns ein wenig durch die Stadt geführt und uns die kleinen Gassen und die Fußgängerzone gezeigt. Dabei sind diese Bilder entstanden. 

Solche Kurzausflüge könnte ich öfter machen...



















Samstag, 21. Februar 2015

Guess what...I am not a robot


(Der Titel ist ein Song von Marina and the Diamonds...toller Song, toller Text)

Die Roboter sind unterwegs, jedenfalls habe ich oft das Gefühl, dass es so ist. Ich lebe in einer großen Stadt und gehe mit offenen Augen durch die Straßen. Es lässt sich nicht vermeiden, mir die Menschen genau anzusehen, die so an mir vorbeigehen. Oder in einem Supermarkt sind, oder in einem Café oder Restaurant sitzen. Auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Es kommt mir vor, dass die Menschen ganz steife Regeln für das Verhalten im öffentlichen Raum haben müssen. 

Nur nicht lächeln oder grinsen, den Kopf nicht zu weit nach links oder rechts drehen, immer geradeaus schauen und den Blicken anderer Menschen ausweichen. Wenn das nicht möglich ist, dann einfach ignorieren und so tun, als hätte man es nicht bemerkt. Nicht locker in der U-Bahn sitzen sondern ganz gerade und nach vorne blickend. Andere Menschen sieht man ja nicht an, das macht man einfach nicht. So sagt es die eigene moralische Regel. Ganz so, wie es auch in Aufzügen üblich ist zum Beispiel. 

Es geht ganz einfach darum, nicht aus der Reihe zu tanzen und aufzufallen. Am besten verhält man sich so, wie es andere Menschen gerne sehen möchten und nicht den Kopf schütteln, wenn etwas anders ist, als sie erwarten. Man muss eben zu jeder Zeit und zu jeder Gelegenheit das Richtige tun. Also das Richtige für alle Anderen. Im Supermarkt brav in der Warteschlange stehen und möglichst ganz genau hinter dem Vordermann, also nicht etwa ein paar Zentimeter links oder rechts vorbeischauen. Sofort dreht sich die Vorderfrau oder der Vordermann um und schaut ob sich nicht jemand nach vorne schummeln möchte. Dazu wirft man demjenigen am besten noch einen bösen Blick zu. 

Je länger ich darüber nachdenke, desto seltsamer kommen mir einige Verhaltensregeln in der Öffentlichkeit vor. Nicht miteinander sprechen, wenn man sich nicht kennt. Nicht ansehen, ignorieren und bloß nichts falsches machen oder sagen. Immer wissen was man möchte, sich bloß nicht anders entscheiden. Immer sachlich bleiben und keine Emotionen zeigen. Schließlich hört man ja oft genug, dass Gefühle auch irgendwie ein Zeichen von Schwäche sein sollen. In der Öffentlichkeit hat man am besten ein Pokerface.

Leider kann ich mich an solche Regeln nicht halten. So wurde ich nicht erzogen und so bin ich nicht. Werde ich auch nie sein. Ich denke oft an etwas Lustiges und muss auch mal in der Öffentlich breit grinsen oder kurz lachen. Hin und wieder kann ich nicht aufhören zu Lachen. Ihr könnt euch denken, wie einen da die Leute ansehen. :-) Auch beim Einkaufen entscheide ich mich manchmal anders und in einer Warteschlange bewege ich mich auch immer wieder auf die Seite. Und ehrlich gesagt, genieße ich die bösen Blicke anderer Menschen.

Wenn ich öffentlich Musik höre, also mit mp3-Player und Ohrstöpsel, kann ich auch nicht einfach emotionslos diese Musik hören. Sie ruft auch Emotionen hervor und das merkt man mir auch an. Die Menschen sehen mich an, als hätten sie irgendwie Angst. Ich verhalte mich eben nicht, wie alle anderen Menschen. Es kommt immer wieder vor, dass ich alleine in einem Restaurant esse oder alleine einen Kaffee trinke. Weil ich eben gerade will. Es dürfte in Wien sehr unüblich sein, alleine zu essen oder zu trinken. Wenn ich daneben auch noch zeichne oder male, dann gilt man endgültig als verrückt. Also ganz ehrlich...lieber bin ich verrückt, als alle anderen Menschen... :-)

Samstag, 14. Februar 2015

Pictures to go - Part 1

Das Wetter erlaubt es mir gerade und figurtechnisch schadet es auf keinen Fall. Ich bin jetzt wieder vermehrt zu Fuß in der Stadt unterwegs. Die Kamera eingesteckt, begebe ich mich wieder mal auf Entdeckungsreise in der Stadt, die ich ohnehin schon so gut kenne. Aber ich möchte wieder neue Eindrücke gewinnen und alte Eindrücke auffrischen.

Pictures to go wird es im Laufe des Jahres immer wieder geben, ich mache etwas für meinen Körper und mache nebenbei auch noch Fotos von verschiedenen Orten in Wien. Der heutige Tag war zwar schön sonnig und auch recht warm, aber dafür ein wenig trüb. Dennoch treibt es viele Jogger und Radfahrer an die frische Luft und das ist gut so. Die Stadt füllt sich endlich wieder mit Leben. :-)

















Sonntag, 8. Februar 2015

Die Welt von oben



Mit einer Schlagzeile oder einer Behauptung gebe ich mich selten einmal zufrieden. Mich interessiert immer die ganze Geschichte, die dahinter steckt. Zumindest versuche ich mehr darüber zu erfahren, wenn es etwas ist, das mich interessiert. Ein kurzer Blick reicht oft nicht, um etwas wirklich zu sehen oder zu verstehen. Eine Betrachtung aus der Nähe kann verhindern, das zu sehen, was sich rundherum befindet. Um einen besseren Blick über die Welt zu bekommen muss man sie aus einer größeren Entfernung beobachten und sich ein wenig mehr Zeit nehmen. Man sollte vor allem sich selbst beobachten und nicht nur die anderen Menschen.

Es ist kein Geheimnis, dass man sich oft Gedanken über andere Menschen macht, bevor man über sich selbst nachdenkt. Menschen sind wohl oft so. Vielleicht ist es so, weil es ein seltsames Gefühl ist, sich selbst zu beobachten und zu beurteilen. Also begebe ich mich manchmal als unsichtbarer Danny in mein eigenes Leben. Ich denke daran, was ich so den ganzen Tag gemacht habe und beobachte das Geschehen aus einer bestimmten Entfernung. Ich sehe es mir so an, als würde ich einen fremden Menschen beobachten. Wie ein Detektiv. 

Manchmal kann man aus der Entfernung mehr erkennen, manchmal aus der Nähe. Es kommt darauf an, was ich sehen will. Will ich Zusammenhänge sehen, brauche ich einen Weitblick. Details erkenne ich besser aus der Nähe. Ich beobachte mich selbst kritisch und schmunzle immer wieder über mich selbst. Oder ich frage mich, was mir da überhaupt eingefallen ist. Was ich nicht erkennen kann, sind meine Gedanken. Ich beobachte nur mein Verhalten aus einer gewissen Höhe. Ich kann auch nicht erkennen, wohin mich mein Weg noch führen wird. Das Leben ist erst ein Abenteuer, wenn der Pfad, auf dem man geht, noch unentdeckt ist.

Es fühlt sich an, als würde ich mir einen Film ansehen. Den ganzen Tag über mache ich etwas und erst am Abend, wenn ich mir Gedanken darüber mache, komme ich so richtig drauf, was ich wirklich gemacht habe. Klingt bestimmt seltsam, ist aber tatsächlich so. Sich selbst einmal zu beobachten wirft wieder neue Fragen auf, auf die ich gerne Antworten hätte. Was aber nicht passiert ist, dass ich daraus etwas lerne. Ich möchte nichts verbessern oder verändern, ich will einfach nur wissen, wie mich möglicherweise andere Menschen sehen könnten. 

Was mir auffällt ist, dass ich mich selbst nicht sprechen oder denken höre. Ich höre auch keine anderen Menschen, es ist alles so ruhig und entspannend. Und ich bekomme aus Beobachtungen von oben keine Höhenangst. Vielmehr empfinde ich es als interessante Erfahrung. Ich fühle mich absolut nicht wichtig, denn von oben sieht alles gleich aus. Es gibt kein schön oder hässlich, kein Auto ist größer oder besser als ein anderes. Man hört die Menschen nicht, dadurch fällt es schwerer, sie von einem selbst zu unterscheiden. So kann man sich auch nicht so einfach von den Anderen distanzieren.

Der Blick von oben schärft auch den Verstand denn ich muss, um Details genauer erkennen zu können auch viel länger hinsehen und nachdenken.

Sonntag, 1. Februar 2015

New Graffiti from Vienna

Der milde Winter hat noch einige neue Graffitis zu bieten. Ich musste für diese Fotos nicht mal weit gehen, schön zu sehen, wenn die Künstler das ganze Jahr lang aktiv sind. :-)